Ein Mensch, erst zwanzig
Jahre alt,
Beurteilt Greise ziemlich kalt
Und hält sie für verkalkte Deppen,
Die zwecklos sich durchs Dasein schleppen.
Der Mensch, der junge, wird nicht jünger:
Nun, was wuchs denn auf seinem Dünger ?
Auch er sieht , daß trotz Sturm und Drang,
Was er erstrebt, zumeist mißlang,
Daß, auf der Welt als Mensch und Christ
Zu leben, nicht ganz einfach ist,
Hingegen leicht, an Herrn und Titeln
Und Würden schnöd herumzukritteln.
Der Mensch, nunmehr bedeutend älter,
Beurteilt jetzt die Jugend kälter,
Vergessen frühes Sich-Erdreisten:
" Die Rotzer sollen erst was leisten! "
Die Jugend wiedrum hält ......
Genug - das ist der Lauf der Welt.
Ein Mensch erhofft sich
fromm und still,
Daß er einst kriegt, was er so will
Bis er dann doch dem Wahn erliegt
Und schließlich das will, was er kriegt.
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